Die EEG in West- und Südosteuropa im Vergleich
Erneuerbare Energien sind in ganz Europa im Trend. Bis 2020 müssen laut EEG alle EU-Mitglieder den Stromanteil, der aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wurde, massiv erhöhen. Schon 2011 nahm der Bau entsprechender Anlagen massiv zu. So errechnete die European Wind Association, das durch den Neubau der entsprechenden Einrichtungen der erneuerbare Strom um 32 Gigawatt in diesem Jahr angewachsen ist. Damit hatte er einen Anteil von 71 Prozent an gesamter Energie, die 2011 mehr erzeugt wurde.
Minikraftwerke sichern die private Energieautarkie
Nach der Fukushima Katastrophe und den ständig steigenden Rohölpreisen hat so mancher Hausbesitzer über seine eigene Energieversorgung und die Unabhängigkeit von den Konzernen nachgedacht. Dieser Gedanke ist auch dann zielführend, wenn die Heizanlage, die im Haus verwendet wird, schon etwas älter ist und eine Optimierung sinnvoll wäre. Minikraftwerke sollen diese Lücke schließen und werden oft noch staatlich gefördert.
Wer ist schuld an den hohen Strompreisen?
Wer ist schuld daran, wenn der Strompreis steigt? Das ist eine Frage, schon fast so philosophisch wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Tatsache ist aber, dass sowohl die Steuern und Abgaben, aber eben auch die Gewinne der Konzerne steigen. Eine andere Tatsache ist es, dass die Strompreise heute schon so hoch sind, dass es immer mehr Menschen gibt, die ihre Stromrechnungen nicht zahlen können. Dies liegt zum Großteil daran, dass die Preise ständig steigen. Neuesten Berechnungen zufolge sollen die Strompreise bis 2025 um mehr als 70 % steigen. Ein gefundenes Fressen für die Energielieferanten, die behaupten, die Energiewende sei an den gestiegenen Preisen für den Strom schuld. Da bleibt dann aber die berechtigte Frage, warum die Preise für den Strom auch schon lange vor der Energiewende massiv gestiegen sind.
CDU hält nichts von Energie-Gesellschaft
Die CDU hat sich eindeutig gegen die unternehmerische Tätigkeit von Kommune und Land auf dem Energiesektor ausgesprochen und lehnt die Gründung einer Energie-Gesellschaft ab. Zumindest trifft das auf die CDU in Bremen zu, die auf einen einschlägigen Vorstoß der SPD in diese Richtung negativ reagierte. Forderungen der Bremer SPD, eine städtische Energie-Gesellschaft zu gründen um auf diese Weise dem Ausbau alternativer Energien am Markt einen Schub zu verleihen, lehnt die CDU mit Nachdruck ab. Die Landesvorsitzende der CDU in Bremen, Rita Mohr-Lüllmann, bezog stellvertretend für ihre Partei Stellung zur SPD-Forderung und begründete ihr Veto mit mangelnder Eignung von Kommunen und Ländern als Unternehmer auf dem Energiesektor.
Energiekosten in Norwegen
Norwegen fasziniert seit vielen Jahrzehnten eine breite Masse an Menschen. Viele Touristen strömen jedes Jahr in das langgestreckte Land, welches zu einem Drittel nördlich des Polarkreises liegt. Besonders der lange Küstenabschnitt mit seinen vielen Buchten, hohen Bergen und den glasklaren Fjorden sind hier das Reiseziel Nummer eins. Manche Touristen verlieben sich so sehr in das schöne Land, dass sie eine Einwanderung planen. Für Norwegen stellt dies kein Problem dar. Das Land freut sich auf jeden Einwanderer, der sich dort integrieren möchte und arbeitet. Doch wenn man nach Norwegen zieht, sollte man sich ein wenig mit den dort vorherrschenden Kosten und Gebühren auskennen, um vor allen Dingen die finanzielle Seite des Unternehmens “Einwanderung” gut planen zu können. Besonders dann, wenn es um die Energiekosten geht.
Energiewende muss Verbraucherinteressen berücksichtigen
Die Energiewende prägt seit Jahren die politische und gesellschaftliche Diskussion und bringt gerade im Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen bemerkenswerte Erfolge hervor. Nur wenige Bundesbürger dürften die in den letzten Jahren forcierte Energiewende in der Sache als schlecht beurteilen und die Sinnhaftigkeit der Umstellung auf regenerative Energieträger absprechen. Dennoch mehren sich die Stimmen der Zweifler, die den fortschreitenden Entwicklungen der deutschen Energiepolitik aus Kostengründen kritisch gegenüberstehen. Mit einer umfassenden Förderung und Gewähr von Prämien, die sich unmittelbar auf die Tarife der Energieanbieter in Deutschland niederschlagen, sind die Interessen der Verbraucher schleichend in den Hintergrund geraten, so dass politische Korrekturen notwendig werden.
Vergleich der größten Kraftwerke der Welt
Die zehn größten bzw. leistungsstärksten Kraftwerke der Welt sind sieben Wasser- und drei Kernkraftwerke. Die effektivste Ausnutzung bietet bis heute die Wasserkraft. Ihr Wirkungsgrad liegt bei fast 90 Prozent, der von Kernkraft bei maximal 35 Prozent.
Die Anlage mit der höchsten Energieerzeugung, der Drei-Schluchten-Damm in China, ist seit 2007 in Betrieb, seit 2008 laufen sämtliche 26 Turbinen und erzeugen eine Gesamtleistung von 18,4 Megawatt. Ein Ausbau auf über 22 MW ist geplant. Das Bauwerk war weltweit umstritten, da es große Teile der Landschaft zerstörte und die Umsiedlung mehrerer Millionen Menschen erforderte. Neben der Stromerzeugung soll der Damm aber auch dem Hochwasserschutz am Jangtsekiang dienen. Allein im 20. Jahrhundert forderten Überflutungen an diesem Fluss mehr als drei Millionen Todesopfer.
Umweltverschmutzung durch Atomkraftwerke
Befürworter von Atomkraft sprechen im Zusammenhang mit Atomkraftwerken gerne von “sauberer Energie”. Auch die Sicherheit der Kraftwerke wird oft hervorgehoben. Die Fakten sprechen allerdings eine andere Sprache. So wird von vielen Seiten darauf hingewiesen, dass die Gefahren für Mensch und Natur bei der Kernkraft so groß sind wie bei keiner anderen Form der Energiegewinnung. Die Folgen des Tsunamis in Japan unterstreichen eindrucksvoll, dass die Risiken keineswegs unter Kontrolle sind. Aber auch abgesehen von großen Katastrophen ist Atomkraft alles andere als umweltfreundlich.
Vorbildcharakter: Erster Lärmschutzwall aus Solarmodulen
Wie man zwei Funktionen eines Bauwerks nutzbringend kombinieren kann, zeigt ein aktuelles Projekt im oberpfälzischen Pölling bei Neumarkt: An einer Bahnlinie entsteht hier zurzeit ein Lärmschutzwall aus Solarmodulen – die erste Anlage dieser Art weltweit. Auf einer Länge von 744 Metern soll Strom mit einer jährlichen Gesamtleistung von rund 1,2 Megawatt erzeugt werden.






