Erneuerbare Energien decken 2050 den Bedarf
Im Jahr 2050 wird der deutsche Strombedarf weitgehend durch Erneuerbare Energien gedeckt werden können. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Leuphana-Universität Lüneburg. Demnach sei es vor allem der technische Fortschritt, der Hoffnung mache, dass sich Deutschland auf Dauer von den fossilen Energieträgern sowie die Kernkraftwerken freimachen könne.
Effizientere Bauteile brauchen weniger Platz und leisten mehr
Ein zentraler Baustein, der es ermöglichen soll, dass ?Erneuerbare Energien im Jahr 2050 den deutschen Strombedarf decken, sind laut Studie vor allem neue Teile der Anlagen, die den Strom erzeugen. Diese werden aufgrund des technischen Fortschritts künftig mehr leisten können, aber weniger Platz brauchen. Dies bedeutet, dass sehr viel mehr Strom produziert werden kann, wenn nur die aktuelle Größe der Windparks oder Solaranlagen beibehalten wird. Zudem können die neuen Teile nach allgemeiner Erwartung auch problemlos in die bestehenden Anlagen eingebaut werden, um diesen so zu mehr Leistungskraft zu verhelfen. Das als “Repowering” bekannte Konzept werde sich sowohl bei privaten Haushalten als auch bei gewerblichen Anbietern durchsetzen, sind die Experten der Lüneburger Universität überzeugt.
Bundesländer experimentieren erfolgreich mit neuen Windkraftanlagen
Einige Bundesländer experimentieren zudem sehr erfolgreich mit neuen Windkraftanlagen, wie die Studie weiter schildert. So gibt es in Rheinland-Pfalz und in Thüringen Pilotprojekte, bei denen die Anlagen in Wälder gebaut werden. Diese Art der Förderung Erneuerbare Energien habe in der Bevölkerung bereits große Akzeptanz gefunden, heißt es. Derartige Anlagen lohnten sich langfristig nicht nur umweltpolitischer Sicht. Der Strompreis wird deshalb noch bis 2025 weiter steigen, prognostizieren die Experten, um sich dann aufgrund des zunehmenden Anteils Erneuerbare Energien zu stabilisieren.

