Förderkredite für erneuerbare Energien
Der zügige Ausbau erneuerbarer Energien in den vergangenen Jahren liegt in der staatlichen Förderpolitik begründet. Neben garantierten Einspeisevergütungen sorgen vor allem zinsgünstige Kredite für die finanzielle Attraktivität dieser sauberen Technologien. Verantwortlich dafür zeichnet sich die öffentlich-rechtliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Attraktive Zinssätze für Investitionen in regenerative Energie
Die KfW fördert den Ausbau erneuerbarer Energien mit unterschiedlichen Programmen: Am Wichtigsten sind jene unter den Bezeichnungen “Erneuerbare Energien – Standard” sowie “Erneuerbare Energien – Premium”. Diese umfassen fast alle Technologien in diesem Bereich. Zu nennen sind Photovoltaik, Windenergie, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme. Auch Anlagen zur Wärmeerzeugung und zur Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung können mit einem solchen Kredit finanziert werden. Das Standard-Programm ist dabei für kleine und mittlere Anlagen gedacht, die Premium-Version für Großprojekte. Förderberechtigt sind jeweils sowohl Privatpersonen als auch Selbstständige und Unternehmen. KfW-Kredite sind bei all diesen Vorhaben nicht nur aufgrund der niedrigen Zinssätze empfehlenswert. Darüber hinaus zeichnen sie sich auch durch anderweitige vorteilhafte Konditionen aus. So sind zwar die üblichen Sicherheiten notwendig, aber keinerlei finanzielle Eigenmittel. Mit dem Kredit können Investoren die gesamte Anlage sowie die Kosten für die Installation finanzieren. Zudem besteht Planungssicherheit, da die Zinssätze für zehn Jahre festgeschrieben sind. Schließlich muss in der Anfangsphase noch nicht getilgt werden.
Spezielle Kreditprogramme
Die erwähnten Programme decken einen Großteil der erneuerbaren Energien ab. Darüber hinaus gibt es spezielle Programme für Technologien, in welche Experten künftig große Hoffnungen legen. So gibt es besonders preiswerte Konditionen zur Finanzierung von Geothermie-Anlagen. Zuvor müssen aber umfangreiche Bohrarbeiten durchgeführt werden, um entsprechende Quellen überhaupt erst zu finden: Sollte die Suche erfolglos sein, übernimmt die KfW sogar die Kosten. Des Weiteren unterstützt die Bank auch Investitionen in sogenannte Offshore-Windparks, welche auf dem Meer gebaut werden.
Abwicklung eines KfW-Kredits
Für alle Programme gilt, dass ein Kredit vor Abschluss eines Liefer- und Installationsvertrages beantragt werden muss. Wer dies nicht berücksichtigt, erhält einen ablehnenden Bescheid. Allein Planungen dürfen bis dato bereits in Auftrag gegeben worden sein. Der Antrag ist nicht direkt bei der KfW, sondern immer mittels einer Bank abzuwickeln. Dieses Institut legt dann auch die jeweils notwendigen Sicherheiten fest und überprüft diese. Im Kontakt mit einem Bankberater können auch andere Details über die genauen Konditionen geklärt werden.
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