Umweltverschmutzung durch Atomkraftwerke

Atomkraftwerke

Befürworter von Atomkraft sprechen im Zusammenhang mit Atomkraftwerken gerne von “sauberer Energie”. Auch die Sicherheit der Kraftwerke wird oft hervorgehoben. Die Fakten sprechen allerdings eine andere Sprache. So wird von vielen Seiten darauf hingewiesen, dass die Gefahren für Mensch und Natur bei der Kernkraft so groß sind wie bei keiner anderen Form der Energiegewinnung. Die Folgen des Tsunamis in Japan unterstreichen eindrucksvoll, dass die Risiken keineswegs unter Kontrolle sind. Aber auch abgesehen von großen Katastrophen ist Atomkraft alles andere als umweltfreundlich.

Atomkraft- sichere und saubere Energie?

Der Aufwand Atomkraftwerke zu bauen oder rückzubauen ist enorm, die Ansprüche an die Technik sind gigantisch- von “umweltfreundlich” kann also von Beginn an keine Rede sein. Und für die Urangewinnung ist schließlich so viel Aufwand an fossilen Brennstoffen nötig, wie für die Nutzung eines Gaskraftwerkes. Das bedeutet, dass Kernkraftwerke einen ähnlichen Schadstoff (+CO2 Ausstoß) haben wie Gaskraftwerke. Noch nicht mit einberechnet sind die hochradioaktiven Reststoffe. Die Frage nach dem passenden Ort für die Endlagerung ist eine schwierige. Verständlicherweise will niemand neben einem atomaren Endlager wohnen, deshalb müssen erst noch weite Transportwege an möglichst abgelegene Orte mit einberechnet werden.

Radioaktivität und Risiken

Die Hauptgefahr der Atomkraftwerke wurde noch gar nicht erwähnt: Nichts belastet die Umwelt stärker als Radioaktivität. Pflanzen, Tiere und Menschen leiden unter erhöhter Radioaktivität aufgrund von atomarem Zerfall, erkranken oder sterben. Es gibt Studien, die nachweisen, dass auch der Normalbetrieb von Kernkraftwerken zu einem Anstieg der Krebserkrankungen in der Umgebung führt. Zu den “normalen” Nachteilen kommen natürlich noch die besonderen Risiken, wie durch Erdbeben und Tsunamis, wie das Beispiel in Japan gezeigt hat. Auch die Gefahr eines EMPs durch die Sonne kann nicht ausgeschlossen werden. Durch einen elektromagnetischen Impuls der Sonne kann ein Magnetfeld entstehen, dass vorübergehend die Elektrizität auf der Erde, und damit auch die Kühlung der Atomkraftwerke beeinträchtigt. Die Folgen für die Umwelt wären- wie auch übrigens bei anderen Naturkatastrophenszenarios, die Atomkraftwerke betreffen- verheerend.

Fazit

Schon der Normalbetrieb von Atomkraftwerken ist alles andere als umweltfreundlich. Dazu kommen die besonderen Risiken eines Supergaus mit seinen jahrzehnte- bis jahrhundertelangen Folgen für Menschen und Tiere in einem weiten Umkreis. Atomkraft kann also in keinster Weise als “saubere Energie” bezeichnet werden.

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